Werke von Claudio Monteverdi, Luca Marenzio, den Beatles, John Farmer, Thomas Morley, Johannes Brahms, Wet Wet Wet und vielen anderen.
Musik unterschiedlichster Epochen und Stilrichtungen unter einem gemeinsamen Thema zusammenzustellen und daraus ein schlüssiges Programm basteln - das ist die Idee von „Love is all around“. Mit den Liedern und Chorwerken, die wir während der Musikwoche erarbeiten, durchstreifen wir die wechselhaften Stimmungslagen zum Thema „Liebe“ von romantisch bis aufgebracht, von traurig bis belustigt, von sehnsüchtig bis abweisend; allerlei Skurriles tummelt sich hierbei in den Songtexten aus den verschiedenen europäischen Ländern.
Gerade in der Renaissance gibt es eine bunte Vielfalt an „Lovesongs“: Während in einem Madrigal von Luca Marenzio (Italien) die Geliebte vor lauter Sehnsucht am liebsten sterben möchte, ist der Protagonist im deutschen Lied von Jacob Regnard überglücklich, endlich wieder ohne Beziehung zu sein. Im englischen Madrigal „Philomela“ wird erklärt, dass es sich nicht lohnt, an die Treue zu glauben, man solle einfach fröhlich bleiben und sich schnell eine neue Liebe suchen. Und im russischen Volkslied „Petruschka“ heiratet Katinka einfach den Neffen, weil Petruschka nicht rechtzeitig zu seiner Verlobung erscheint. Die Bandbreite der Musik, die wir während der Musikwoche kennenlernen werden, reicht vom 15. Jahrhundert bis zum Popsong, etwa dem unerwartet schmalzigen Beatles-Song „If I fell in love“ (John Lennon soll dazu gesagt haben, es habe ihnen einfach Spaß gemacht, auch mal so etwas Schmalziges zu singen). Englische, französische und italienische Stücke werden in der Originalsprache einstudiert, alle anderen in deutscher Übersetzung.
Im Abschlusskonzert spielen die Musiker der "Philharmonia Frankfurt" passende Instrumentalstücke von der finnischen Polka bis zum Tango und begleiten die Chorwerke. Die Erzählerin Dorothee Grieshammer (Berlin) liest passende Lyrik und Prosa sowie die Übersetzung der fremdsprachigen Texte.
Mit von der Partie ist wieder Pianist und Korrepetitor Wolfram Märtig. Die Stimmbildung liegt in diesem Jahr in den Händen der Sopranistin Stefanie Rodriguez.
Der „kleine Chor“, der ab Dienstag jeweils vor dem Gesamtchor probt, übernimmt spezielle Partien aus dem Gesamtprogramm und trägt so zu einem abwechslungsreichen Klangeindruck bei.